Typografie im Webdesign: 7 Regeln für Websites, die man gern liest
Man sagt, Webdesign ist zu 95 Prozent Typografie. Übertrieben? Kaum. Der größte Teil jeder Website ist Text – und ob der gelesen wird, entscheidet sich an ein paar Grundregeln.
Nikolas OrtmannGrafik- & Webdesigner aus Solingen
- Fließtext mindestens 16 px, Zeilen nicht zu breit.
- Maximal zwei Schriften, klare Hierarchie.
- Kontrast und Weißraum machen Text lesbar.
1. Groß genug
Fließtext unter 16 Pixeln ist auf dem Handy anstrengend. Lieber etwas größer und dafür weniger Text. Ältere Besucher danken es dir.
2. Nicht zu breit
Eine Zeile sollte grob 50 bis 80 Zeichen haben. Längere Zeilen lassen das Auge beim Zeilenwechsel springen und verrutschen.
3. Luft zwischen den Zeilen
Ein Zeilenabstand von etwa dem Anderthalbfachen der Schriftgröße macht Fließtext ruhig. Überschriften dürfen enger stehen.
4. Maximal zwei Schriften
Eine für Überschriften, eine für Text – oder eine gute Schriftfamilie mit verschiedenen Schriftschnitten. Mehr wirkt schnell unruhig.
5. Klare Hierarchie
Man muss auf einen Blick sehen, was Überschrift, Zwischenüberschrift und Text ist. Größe, Gewicht und Abstand machen das – nicht fünf verschiedene Farben.
6. Genug Kontrast
Hellgrauer Text auf weißem Hintergrund sieht elegant aus und ist trotzdem schlecht lesbar. Kontrast ist auch ein Thema der Barrierefreiheit.
7. Weißraum ist kein verschenkter Platz
Weißraum gibt Inhalten Bedeutung. Was Platz hat, wird wahrgenommen. Was gequetscht wird, wird übersprungen.
Kurz getestet
Öffne deine Seite auf dem Handy, halt es auf Armlänge und lies einen Absatz. Strengt es an? Dann liegt es fast immer an einer dieser sieben Regeln.
Ich bin Niko, Grafik- und Webdesigner aus Solingen. Schreib mir kurz, worum es geht – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Welche Schrift ist die beste für Websites?
Die eine beste gibt es nicht. Wichtig sind gute Lesbarkeit, genug Schriftschnitte und eine Lizenz, die den Einsatz im Web erlaubt.
Darf ich jede Schrift auf meiner Website nutzen?
Nein. Viele Schriften brauchen eine eigene Webfont-Lizenz. Bei kostenlosen Schriften lohnt sich ein Blick in die Lizenz, und lokal eingebunden ist es auch datenschutzfreundlicher.


